IE6 komplett ausschließen

Nachdem nun Google den Support für den IE6 auf den eigenen Seiten eingestellt hat, geht wieder eine Diskussion zum Thema los. Soll man nun den IE6 nicht mehr berücksichtigen, vielleicht sogar eine Meldung einblenden, oder den IE6 noch voll unterstützten?
Ich sage ganz klar: Den Support komplett einzustellen ist ein grober Fehler, auch dem Kunden gegenüber. Aber man sollte sich nicht mehr auf den IE6 konzentrieren.

In meinen Augen wird es langsam Zeit, sich auf aktuellere Browser zu konzentrieren. Das heisst allerdings nicht, dass man den IE6 komplett ignorieren soll. Ich möchte behaupten, dass mit einem validen und semantisch korrekt strukturiertem Seitenaufbau mit nur ganz wenige Handgriffe nötig sind, um die Darstellung auch im IE6 zu ermöglichen.
Es geht um die reine Darstellung des Inhalts. Die Texte sind lesbar, die Navigation ist dort wo sie hingehört. Die Seite ist weiterhin benutzbar. Und das reicht in meinen Augen vollkommen. Der Benutzer kann die Inhalte einigermaßen komfortabel erfassen, kann navigieren und fertig.

Die Seite sieht zwar nicht so toll aus, wie in meinem Firefox oder Safari. Aber der Benutzer kann die Informationen weiterhin erfassen. Und diese paar Zeilen Code kann man sich auf alle Fälle gönnen.

Eine Meldung, dass der Internet Explorer 6 doch eigentlich scheisse ist, finde ich unsinnig. Solange die Seite vollständig nutzbar ist, sollte man einen Hinweis einfach weglassen. Ist die Seite nicht vollständig zu benutzen, oder es gibt grobe Gestaltungsfehler ist ein Hinweis sinnvoll. Dieser ist dann eben situationsbedingt anzupassen. Desweiteren sollte man nur sachlich darauf hinweisen, dass der aktuelle Browser nicht den Anforderungen erfüllt, und es daher zu Problemen kommen kann.
Man sollte sich immer überlegen, wie es auf einen potenziellen Kunden erzählt, dass sein Browser veraltet und auch sonst sowieso scheisse ist, und man ihn deshalb nicht auf der Webseite haben will.

Mein Statement ist also klar: Eine korrekt aufgebaute Seite, ist mit wenigen Anpassungen zumindest lesbar. Und diese sollten in jedem Fall vorgenommen werden. Eine Feinoptimierung auf den IE6 macht nur Sinn, wenn es der Auftraggeber wünscht, oder die Besucher zu einem hohen Prozentanteil den IE6 nutzen.

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11 Antworten auf IE6 komplett ausschließen

  1. Michael sagt:

    Meiner Meinung nach geht es mehr darum alte rostige Fahrräder los zu werden und unterstütze daher die Entscheidung von Google. Klar ist das nicht ganz User-Gerecht sage ich mal, doch von alleine werden die wenigsten auf neuere Fahrräder aufgrund der eigenen gewohnheit umsteigen! Man muss den Besucher manchmal zu seinem Glück zwingen ;-) Wenn viele Seiten nicht korrekt dargestellt werden, wird er wohl die Ursache herausfinden wollen…

  2. Markus sagt:

    Leider ist es aber so, das man in vielen Firmen gezwungen ist, den IE6 zu nutzen. Bei und haben wir immerhin noch die Möglichkeit, Firefox zu nutzen. Wenn auch in einer veralteten Version (1.0.nochwat)

  3. Michael Karl sagt:

    Der Spruch “Man muss den Besucher manchmal zu seinem Glück zwingen” höre ich in diesem Zusammenhang häufiger. Aber im Endeffekt muss ich ehrlich sagen, dass ich ihn nicht ganz passend finde.
    Natürlich, mit einem neueren Browser wäre der Benutzer sicherlich besser gedient. Aber wie Markus bereits anspricht, es ist manchmal nicht möglich einen neueren Browser zu nutzen.

    Daher ist es in meinen Augen eben nicht angebracht den Benutzer völlig auszusperren. Aber man muss natürlich auch nicht alles komplett anpassen.

    Wie gesagt, ich bin überzeugt, dass man bei einer validen und semantisch korrekten Seite mit einigen, wenigen Handgriffen die Grundsätzliche Lesbarkeit herstellen kann.
    Und diese reicht vollkommen!

  4. Basti sagt:

    Ich finde es doof wenn man den IE6 doof macht!

    Auf Arbeit haben wir nur alte Dosen zum Arbeiten und da ist leider IE6 drauf! Was soll ich denn nur den ganzen Tag machen wenn ich nicht mal mehr auf meine Lieblingsseiten komme!

  5. Michael Karl sagt:

    Hallo Basti,

    vielen Dank. Du bringst einen der Haupt-Problematikpunkte auf den Punkt, den viele Webentwickler nicht verstehen wollen. Ich werde die Tage noch einen Beitrag zur Problematik schreiben.

  6. Joachim sagt:

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich es nach so vielen Jahren, und den Beiden neuen Internet Explorern nicht mehr einsehe, für einen Internet Explorer 6 zu optimieren. Und meine Kunden kriegen das sowieso nicht mit.

  7. Alex sagt:

    “Das heisst allerdings nicht, dass man den IE6 komplett ignorieren soll. Ich möchte behaupten, dass mit einem validen und semantisch korrekt strukturiertem Seitenaufbau mit nur ganz wenige Handgriffe nötig sind, um die Darstellung auch im IE6 zu ermöglichen.”

    Auch diese Seite wird mit dem IE6 nicht korrekt dargestellt.
    Die Menüs funktionieren nicht.
    Es sind eben nicht nur “ein paar Handgriffe” nötig.

  8. Lutz sagt:

    Ich stehe gerade vor dem genannten Problem.

    Nur mittlerweile ist der IE6 in meinen Augen schon zu veraltet. Als Web-Developer stehe ich gerade davor, zu wählen was Sinn macht und was nicht mehr. Da die Seite an der ich gerade arbeite unter den gängigen Browsern (ab IE7/ FF/ Safari/ Opera) durchgängig richtig dargestellt wird, werde ich den Hinweis setzen, das “Ihr Browser nicht mehr den aktuellen Anforderungen dieser Seite entspricht. Es wird empfohlen, den Browser zu aktualisieren. Andernfalls kommt es zu starken Gestaltungsfehlern.”. Die Seite wird nach diesen Hinweis dargestellt werden, zwar mit Gestaltungsfehlern, aber anders gehts halt nicht.

    Man könnte für den IE6 eine separte CSS schreiben, allerdings ist der Aufwand dafür zu viel, als das man diesen Hinweis setzt!

  9. Michael Karl sagt:

    Inzwischen verzichte auch ich bei den Meisten Projekten auf den IE6 Support. Ansonsten empfehle ich die Verwendung von:
    http://code.google.com/p/ie7-js/

  10. Lutz sagt:

    Danke, das kannte ich noch nicht.

  11. Michael Karl sagt:

    Ist quasi die feine Notlösung. Den Hinweis würde ich trotzdem immer drinnen lassen :)

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