Magento hier, Magento da – auch wenn Magento mein Lieblingssystem ist, sollte man sich Alternativen ansehen. Was bisher an der deutschen Community etwas vorbeigegangen zu sein scheint, sind die Entwicklungen von osCommerce. Man arbeitet momentan an der Version 3.0.
Denkt man an osCommerce fallen einem sofort viele negative Punkte ein – die schlechte Wartbarkeit, fehlende Trennung von Layout und Code, in die Jahre gekommende Funktionen, usw.. Die neue Version von oscommerce verspricht all diese Punkte zu verbessern. Dem System zugrunde liegt ein neu entwickeltes, objektorientiertes Framework. Das Template sieht zwar noch immer aus wie früher – wurde aber in relativ sauberem XHTML und CSS geschrieben. Desweiteren nutzt gerade das Administrationstool an einigen Stellen Ajax. Erfreulicherweise setzt man dabei auf jQuery. Einen genauen Überblick über die Funktionen und Veränderungen findet man in diesem Newsbeitrag.
Ich habe mir die zur Verfügung stehende Alpha-Version heruntergeladen und installiert. Entpackt hat osCommerce etwas eine Größe von 7,9mb. Die neue Installationsroutine führt recht einfach durch die Installation, und verwendet an mehreren Stellen Ajax-Abfragen. Ist zwar ganz nett, kann jedoch etwas verwirrend sein. Nach der Installation existiert das install-Verzeichnis weiterhin. In der Installationsroutine kann man zwar keine Zugangsdaten des Admin oder der Datenbank auslesen, allerdings kann man die Konfiguration überschreiben. Unschön, sollte geändert/abgesichert werden.
Ruft man den frisch installierten Shop auf, sieht man das bekannte Layout eines Standard-osCommerce-Shops. Das Layout ist in XHTML und CSS umgesetzt. Enthalten sind weiterhin alle bekannten Funktionen. Neues hinzugekommen ist nicht. Auch das Backend ist nicht unbedingt neu und innovativ. An einigen Stellen wird Ajax eingesetzt, aber insgesamt erinnert das ganze System an die Version 2.0
Auf mich macht das System einen recht stabilen und soliden Eindruck. Dennoch bleibt man weiterhin auf der bekannten Linie und wagt keine großen Schritte. Daher stellt osCommerce für mich weiterhin nicht die erste Wahl dar. Shopbetreiber die sich Gedanken machen, ihr System upzudaten können sich allerdings freuen: Auch wenn das System sicherer, und moderner wird bleibt es im Großen und Ganzen trotzdem bei den gewohnten Arbeitsabläufen.
Für ein mögliches Update gibt es übrigens ein Migrationstool. Stellt sich nur noch die Frage, wer die bestehenden Templates und Module an die neue Version anpasst…






> Man arbeitet momentan an der Version 3.0.
Das tut man leider schon gefühlte sieben und tatsächliche dreieinhalb Jahre – eine Ewigkeit in der schnellebigen Internet-Welt…
“Aktuell”, sofern man das so bezeichnen kann, ist nach wie vor 2.2 RC 2a – vom Januar 2008.
Bereits 2003 (2.2 Milestone 2) war osC nicht mehr wirklich zeitgemäß, nichtmal für damalige Verhältnisse: Man denke nur an den Spaghetti-Code, das Tabellen-Layout, die nicht vorhandene Template-Engine und vieles mehr.
Schade – denn anfangs war das osC-Projekt ein durchaus vielversprechendes.
Da lobe ich mir durchdachte, komplexe und in der Entwicklung dynamische, “lebende” Systeme wie Magento, Oxid und xtcmodified.